Jugendlicher an einer Filmkamera

Erfolg beim Deutschen Jugendfilmpreis

Zwei beim Medienprojekt Wuppertal entstandene Filme ausgezeichnet

Beim Deutschen Jugendfilmpreis 2019 wurden zwei Filme aus der Produktion des Medienprojekts Wuppertal, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, ausgezeichnet. Der Hauptpreis ging an den Film „Lipstick“ aus der Reihe „Queer Gel(i)ebt“. Der Kurzfilm „#lifegoals“ erhielt einen Förderpreis. Das Medienprojekt Wuppertal unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 14 und 28 Jahren bei ihren eigenen Videoproduktionen. Die entstandenen Videos werden in Kinos, Schulen und Jugendeinrichtungen präsentiert und als Bildungsmittel bundesweit vertrieben.

Hauptpreis für queeren Film

Das Jahresthema des Deutschen Jugendfilmpreises lautete in diesem Jahr „Nobody is perfect“. In dieser Kategorie wurde der Kurzfilm „Lipstick“ von Jayce Obermann mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Der Film handelt von Marvin, der seine Ex-Freundin mal wieder treffen möchte. Seit der Trennung hat sich aber einiges geändert: Marvin ist schwul und steht auf Schminke. Auch seine Ex-Freundin ist nicht mehr dieselbe. Es geht um den schwierigen Weg zu sich selbst, um sexuelle Identitäten und wie wandelbar diese sind. Entstanden ist der Film 2018 im Rahmen eines LSBTIQ-Filmworkshops des Medienprojekts Wuppertal. Er ist in der Reihe „Queer Gel(i)ebt“ als DVD und Stream erhältlich. Mittlerweile gibt es bereits eine zweite Filmreihe zu diesem Themenfeld. In einem Workshop haben 50 junge lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, Transgender- und intersexuelle Menschen Filme für die Reihe „Queer Gel(i)bt 2“ produziert. Inhaltlich geht es in den Filmen um das Lebensgefühl, die eigene Geschlechtsidentität und die positive oder ausgrenzende Wahrnehmung durch andere. Ziel der Filmreihe ist es, insbesondere junge Zuschauende für das Thema zu sensibilisieren.

Kritische Auseinandersetzung mit Influencern

Beim Jugendfilmpreis konnte außerdem ein weiterer Film, der beim Medienprojekt Wuppertal entstanden ist, überzeugen. „#lifegoals“ einer Gruppe Schüler*innen des Evangelischen Berufskollegs Straßburger Straße (Wuppertal) erhielt einen Förderpreis. Der Film setzt sich kritisch mit der Welt der so genannten Influencer auseinander.

Deutscher Jugendfilmpreis bietet jungen Menschen ein Forum

Der Deutsche Jugendfilmpreis wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgelobt. Er richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Jährlich verzeichnet er rund 600 Einreichungen und ist damit die reichweiten stärkste Veranstaltung ihrer Art. Der Preis fördert die Qualität und Reflexion über Filme. Er bietet jungen Filmschaffenden ein Forum, in denen ihnen Wertschätzung entgegengebracht wird, in dem sie die Möglichkeit haben, ihre Ansprüche weiterzuentwickeln und sich mit anderen auszutauschen.


Bild: Pixabay