Der Paritätische Essen
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PRESSEMELDUNG zum JHA vom 01.03.2010
Kitas - Sparen zerstört Zukunft!
Dank Kraftakt der Wohlfahrtsverbände konnte der Sparvorstoß gegen die Kinderbildung mit Mühe gemildert werden. Der Jugendhilfeausschuss hat ein verändertes Anpassungsprogramm beschlossen, das statt 15 % nur noch 3 % Kürzung bei den dringend benötigten Tagesplätzen ausweist. „Auch 3 % Reduzierung im Bereich der Tagesplätze sind 3 % Sparbeitrag zu Lasten der Kinder“, so Dirk Heidenblut, Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Essen. Die Wohlfahrtsverbände haben sich auf die Bereitstellung von Überbelegungsplätzen in ihren Kitas eingelassen und so Schlimmeres zunächst verhindert. „Aber das ist nur ein einmaliger Vorgang“, betont Sven Lütkehaus, Geschäftsführer des Verbandes, „denn Überbelegung geht mittelfristig zu Lasten der Mitarbeiter/innen, zu Lasten aller Kinder in der Gruppe und auch zu Lasten der Qualität.“ Um die Sicherheit der Kinder und Eltern für die Anmeldungen des kommenden Kindergartenjahres nicht zu gefährden, willigten die Verbände in die Lösung ein, betonten gleichwohl, dies gilt nur für ein Jahr. Für das Jahr 2010/11 ist der Paritätische sicher, dass die Mitgliedsverbände die einmalige Kraftanstrengung leisten und Probleme vermeiden können. Das Angebot der Kitas ist unverzichtbarer Teil der frühkindlichen Bildung. Hier werden die Grundlagen für die Zukunft der Kinder gelegt. „Dass die Frage, in welcher Stadt ich groß werde in NRW ab frühester Kindheit meine Bildungschancen bestimmt“, so Dirk Heidenblut, „ist ein unglaublicher Skandal. Warum das Land diese Ungleichbehandlung zulässt und sogar befördert ist völlig unverständlich.“ Zugang auch zur frühkindlichen Bildung muss in Essen gesichert sein, daher fordert der Paritätische: Schluss mit Kürzungsdebatten, bedarfsgerechter Ausbau und Beitragsfreiheit. „Natürlich kann die Stadt das nicht alleine leisten“, führt Sven Lütkehaus aus, „das ist uns völlig klar, wobei wir hier aber auch Prioritäten erwarten. Gleiche Bildungschancen, das ist ein Thema für Land und Bund, hier muss den Städten die nötige Finanzierung gesichert werden.“ Mit der Entscheidung des JHA am heutigen Montag ist jetzt aber zumindest für das nächste Kindergartenjahr erst einmal ein wichtiger Schritt erreicht. Der letzte Sparschritt, wie der Paritätische hofft.
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