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Frauen in der Armutsfalle

Bildunterschrift: Viele Frauen stecken auch heute noch aus familiären Gründen im Beruf zurück. © Fotolia

Viele Frauen stecken auch heute noch aus familiären Gründen im Beruf zurück. © Fotolia

Essen, 20.08.2015. Frauen sind in praktisch allen Lebenslagen häufiger von Armut betroffen als Männer. Öffentlich thematisiert wird das aber nur selten. Die neue Broschüre des Paritätischen NRW „Die Armut ist weiblich“ rückt deshalb den spezifisch weiblichen Blickwinkel auf das Thema Armut in den Fokus.

„Armut in einem reichen Land ist ein Skandal“, findet Philipp Thelen, Geschäftsführer des Paritätischen in Essen und ergänzt: „Bessere Bildungsabschlüsse junger Frauen, Gender Mainstreaming in der Arbeitswelt und Elternurlaub sind zwar Meilensteine auf dem Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern, aber sie gaukeln uns eine heile Welt vor, die es für viele Frauen gar nicht gibt.“ Denn: Armut entsteht meist aus einer Mischung vieler Umstände, die auf Biografien von Männern und Frauen ganz unterschiedliche Wirkungen haben kann. „Ein krasses Beispiel sind Scheidungen“, weiß Philipp Thelen. „Während die Männer sich finanziell meist rasch erholen, ist eine Scheidung für Frauen oft eine echte Armutsfalle. Sie kümmern sich nicht selten als Alleinerziehende um die Kinder, wodurch sie weniger Stunden arbeiten. Das ergibt weniger Rente. Wenn sie dann auch noch in einem schlechter bezahlten, sogenannten Frauenberuf tätig sind, setzt sich die momentane Armut im Alter oft fort.“

Wie hängt Armut mit dem Bildungsgrad, mit dem familiären Hintergrund, der Erwerbstätigkeit oder einem Migrationshintergrund zusammen? Die Autorinnen und Autoren – unabhängige Wissenschaftlerinnen und Fachkräfte des Paritätischen – nähern sich von vielen Richtungen dem Thema. Die Broschüre steht ab sofort für alle Interessierten zum Herunterladen im Internet als PDF-Datei zur Verfügung: (siehe unten). Außerdem kann sie kostenfrei beim Paritätischen in Essen abgeholt werden.
Im Paritätischen Wohlfahrtsverband in Essen leisten rund 100 gemeinnützige Organisationen sowie Initiativen des bürgerschaftlichen Engagements mit 140 Diensten und Einrichtungen Hilfe in allen Feldern sozialer Arbeit, davon 13 im Bereich der Frauenberatungsstellen und 10 im Themenfeld Armut.

 



 
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